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  • Profilbild Menaku

    Moin,

    ich bin vor kurzem darauf aufmerksam gemacht worden, dass die Fische der Elbe hochgradig mit PFOS belastet ist. Das Land Niedersachsen hat daraufhin seine Verzehrempfehlung geändert und rät nun vom regelmäßigen Verzehr von Flussfischen ab (linklink). Zwar angel ich fast nur im Hamburger Bereich, aber die Belastung dürfte sich ja nicht groß von der Niedersächsischen unterscheiden.
    PFOS wurde lange als Imprägniermittel eingesetzt und ist auch Bestandteil vieler Antihaftbeschichtungen von Alltagsgegenständen und von Löschschaum. Es baut sich in der Umwelt wohl überhaupt nicht ab und sammelt sich in Lebewesen an, bei denen es karzinogen wirkt.

    Wie haltet ihr es denn so mit dem Verzehr von Elbfischen?
    Nehmt ihr trotzdem noch Fische mit?

    Mich hat das ganze sehr verunsichert und fassungslos gemacht, wie man solche Substanzen in großen Mengen in die Umwelt einträgt, obwohl sich diese nicht abbauen und so schrittweise die Umwelt vergiften. Und PFOS ist nur eine von ca 4000 Substanzen dieser Stoffgruppe (PFCs), die fast alle noch legal benutzt werden können (und weiterhin in die Umwelt gelangen).

    Würde mich sehr interessieren, was ihr so darüber denkt.

    Beste Grüße
    Flixx

    04.07.20 20:38 2
  • Profilbild Sascha Rodewald

    Verzehr halt nur in Maßen, die meisten fische gehen zuruck, da selbst Tiefkühltruhe voll ist. Es gibt da schon diverse alte Firmen die Jahrelang ihren Dreck ins Grundwasser sickern lassen haben(Wilhelmsburg veringkanal die Chemie Firma die heute noch da ist und Dreck ins Wasser pumpt, sehr oft ist dort oil artiges zeuchs von denen auf dem Wasser,samt dauerhaften Gestank.)
    Mir gefällt das ganze auch nicht & dafür soll man heute noch bezahlen 😆

    04.07.20 21:01 1
  • Profilbild Dr. Drill

    Das Thema ist leider unheimlich komplex. Zum einen werden in den toxikologischen Gutachten nicht alle Stoffe untersucht, selbst aus der Gruppe der PFOS/PFAS nicht alle, zum anderen werden Grenzwerte auch gerne mal angepasst. Hinzu kommen noch viele weitere Belastungen, z.B. durch Mikroplastik, Schwermetalle, Quecksilber... je mehr man sich damit beschäftigt, desto länger wird die Liste der Schadstoffe. Nebenbei fragt man sich dann noch, warum zur Hölle wir so viel Müll ins Wasser kippen. Es ist absurd!

    Um die Sache Mal abzukürzen: Vermeide Fisch aus Fließgewässern. Vor allem wenn dort viel Schiffsverkehr herrscht.

    Eher unbedenklich ist Fisch aus Stillgewässern - idealerweise Naturseen ohne viel Menschenaufkommen.

    04.07.20 22:14 3
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  • Profilbild Menaku

    Warum soviel Zeug im Wasser landet frage ich mich auch oft 🙄 Um zumindest gegen den sichtbaren Müll zu tun nehme ich mittlerweile immer eine Mülltüte mit und sammel das ein über das ich so stolpere oder aus dem Wasser ziehe. Leider sind auch viele Hinterlassenschaften von Anglern dabei.

    Ich werde wohl an der Elbe nur noch Catch and Releasen. Leider sind die Fänge an den umliegenden (stillen) Gewässern nicht so gut, wie an der Elbe selbst. Aber der Appetit ist mir vergangen. Viel mitgenommen habe ich eh nie, aber mal einen Zander in Küchengröße oder ein paar Barsche waren schon sehr lecker. Echt schade dass hier in Deutschland der Fokus eher auf der Industrie und weniger auf der Umwelt liegt.
    Habe schon überlegt Kontakt zu den jeweiligen Angeordneten aufzunehmen um Aufmerksamkeit für das Problem zu schaffen. Ob das viel bringt ist natürlich eine andere Frage.

    05.07.20 14:28 2
  • Profilbild Makeshitgold

    Die bereichern sich selbst daran oder warum werden sonst Grenzwerte angepasst. Da hilft nur ne radikale Umweltorganisation,die mit ihren Aktionen sowas Publik macht.

    05.07.20 16:54 4
  • Profilbild Palino

    Mir fehlt es auch an Informationen wie es um unsere Berliner Fische so bestellt ist. Schließlich haben die Gewässer über die Jahrzehnte so einige Schändungen über sich ergehen lassen müssen was noch in den Böden stecken dürfte. Es sind nur sehr schwer Dokumente zu finden, die die Unbedenklichkeit belegen. Auch unser Berliner lavb hat keine Sammlung an wertvollen Informationen auf der Website, wie man es eigentlich erwarten dürfte.

    Ich frage mich regelmäßig, wie unser Fisch im Vergleich mit gekauften Süß- oder Salzwasserfisch aus Wild oder Zucht abschneidet. Meine größte Frage ist immer: "Ob und wie viel Fisch kann ich meinen Kindern geben"

    05.07.20 19:02 0
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  • Profilbild Andreas Pöhl

    Ganz ehrlich, ich würde einen Fisch aus Elbe,Rhein, Ruhr, irgendwelchen Ruhrpottkanälen nicht mit der Kneifzange anfassen. Das Wasser mag ja halbwegs optisch sauber sein, der Schlamm ist es 100 prozentig nicht. Ich erinnere mich noch an eine Dokumentation über die Elve der 80er Jahre. Dort wurde gesagt wenn jemand 5 Liter Elbwasser trinkt, so ist das eine tödliche Dosis

    05.07.20 19:28 0
  • Profilbild Palino

    Irgendwann um die 2000er Jahre wurde die Elbe in Hamburg wieder zum Baden freigegeben. Ggf gab es ja wirklich eine Besserung.

    Allerdings wie du schon sagst ist der Boden das Problem. Viele Fische gründeln nun Mal....

    05.07.20 19:41 0
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