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  • Profilbild Crosslock

    Kennt ihr schon diesen Artikel von Martin Friedrichs aus den MFB News?
    link

    Darin beschreibt er, dass sich zunehmender Angeldruck sehr schnell massiv auf die Fischbestände auswirkt und die Durschnittsgrößen der Fische stark reduziert. Die Fischpopulation erholt sich davon wohl nicht mehr. Ein Entnahmefenster soll da auch nicht helfen.

    Was haltet ihr davon? Ist da was dran? Gerade die “alten Hasen“ unter euch: wie sind eure Erfahrungen? Oder alles nur Panikmache? 🤔

    Hier im Berliner Umland ist der Angeldruck nach meinem Eindruck schon recht hoch und nimmt weiter zu. Ü70er Zander und Ü80er Hechte sind gefühlt eher Ausnahmefische. Barsche scheinen weniger davon betroffen zu sein.

    Würde mich sehr über eine sachliche Diskussion hier freuen! 😉👍

    20.01.20 18:08 1
  • Profilbild Jörn Kröving

    Natürlich ist das so. Und es ist logisch. 1. sind deutlich mehr Leute am Wasser weil es Zuviele Prüfungen gibt. 2. wird der mit allen Mitteln bejagt. Früher gab es weniger Gummi und mehr töte köderfische. Auch das verwenden von echolot hilft dabei den Fisch auszurotten.

    20.01.20 18:20 0
  • Profilbild Tezlaffsrb

    moin. ich glaube nicht das der gummiefisch und das echolot damit zu tun haben, das die Bestände dur starken Druck verbutten da ja nur bestimmt grössen entnommen werden und damit die mehr kleine Exemplare einer Gattung existieren. schlimmer ist das eingeführte Mindestmaß was von hause aus zu tief angesetzt ist mit den zwang alles abzuschlagen ohne laichfische zu schonen. egal welche art von Fisch.

    20.01.20 18:48 5
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  • Profilbild Tezlaffsrb

    zumal die Studie ist schon älter. aber das sich die fische davon nicht erholen sollen kann ich mir nicht vorstellen den laut Darvin findet die Natur immer ein weg. denn wenn es mehr Fische einer grösse gibt wird es mit der Nahrung in den Spektrum auch knapp werden und sich damit wieder größere Exemplare einstellen um andere Nahrungsquelle zu selektieren.

    20.01.20 18:56 1
  • Profilbild Jörn Kröving

    Achja bei salmoniden haben sogar besatzfische Auswirkungen auf den Bestand. Da gibt es einen Film von Patagonia

    20.01.20 19:01 1
  • Profilbild Tezlaffsrb

    natürlich hat Besatz immer Auswirkungen auf den Bestand. mit Einbringung von neuer Biomasse bringt man ein empfindliches schon gut eingepegelten und der Nahrungsmasse angepassten Bestand aus den Konzept. ich kenne den Film auch zwar nur auszugsweise aber die Rohdaten kenne ich.

    20.01.20 19:07 0
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  • Profilbild Crosslock

    Ich bin mir auch unsicher, ob ich dem Artikel Glauben schenken mag.

    Dazu kurz folgendes Erlebnis: In der Stadt Ketzin in Brandenburg wird einmal jährlich im Sommer auf dem Fischerfest ein “Fischzug“ vor Publikum durchgeführt. Dabei wird mit zwei Booten und einem langen Netz von Ufer zu Ufer ein Abschnitt von ca. 100m der Havel abgefahren und das Netz eingeholt, also fast der gesamte Fischbestand aus diesem Abschnitt abgefischt. Danach gibt es eine Fischversteigerung für die Gäste. Als ich das gesehen hatte, war ich total platt, wieviel Fisch da rausgeholt wurde: Schleien, Aale, Barsche, Hechte, Welse in guten Größen und nicht wenig für so einen kleinen Abschnitt. Obwohl da auch gut geangelt wird, so mitten in der Stadt.

    Vielleicht werden größere Fische durch Angeldruck nicht wirklich weniger, sondern nur schwerer zu fangen. Auch trotz besserer Köder (das perfekte Imitat gibt es ja nun auch nicht wirklich unter den Kunstködern). Wir Angler züchten uns quasi “unfangbare“ Fische. Die leichtsinnigen Fische werden regelmäßig entnommen und die Vorsichtigen vermehren sich und geben ihr “vorsichtiges“ Erbgut weiter.

    20.01.20 20:13 2
  • Profilbild Magnum 83

    Durch hohen Angeldruck in meiner Region habe ich für mich entschieden das Hobby aufzugeben, es machte einfach kein Spaß link dazu vor kurzem auch hier im Forum was geschrieben. Siehe "Hoher Angeldruck "

    21.01.20 01:50 0
  • Profilbild AndreasHAL

    Wir benutzen viel ausgeklügeltere Methoden und Hilfsmittel als noch vor 20 Jahren. Natürlich wird kurzfristig mehr gefangen, aber es bleiben weniger Fische übrig. Ein Besatzfisch ist in seiner Wertigkeit einem natürlich aufgewachsenen Fisch oft nicht gleichwertig. Wenn es so weiter geht, werden wir letztlich alle weniger fangen.

    21.01.20 06:54 0
  • Profilbild C0nfuzius

    TLDR: Halbwissen, Verallgemeinerung, unnütze Beispiele = Panikmache. Bei entsprechender Pflege gehts unsern Gewässern blendent. Wenn ihr nichts fangt liegt es sicher selten nicht am Bestand

    ich kann kaum glauben das der Artikel angeblich von einem studierten Gewösserökologen geschrieben worden seien soll. Er trieft nur so vor Halbwissen, Verallgemeinerungen und begründet sich auf einem Beispiel welches ein absolutes Extrem darstellt und sich nicht auf unsere Gewässerrealität übertragen lässt.

    Allein das das Entnahmefenster bei Hecht zu höherem Druck auf die Männchen führen soll ist genial 🤣Als ob die Leute täglich Mutties entnehmen und dann plötzlich nurnoch 60er Männchen. Herrlich.

    Ehrlich mMn ist der Artikrl bestens als Klolektüre tauglich, an unseren Gewässern werden die Auswirkung des Angeldrucks bei weitem nichtso dramatisch sein und sich bei großen Gewässern sowieso selbst regulieren. Beweisen kann ich das zwar auch nicht aber das Gegenteil gilt es zu beweisen.

    Jeder den ich dazu befragen kann berichtet mir auch das große Exemplare früher genauso selten waren und Bestände meist gefühlt noch schlechter.

    Die Wasserqualität unserer großen Flüsse steigt seit Jahren und Bestände dort explodieren trotz invasiver eingeschleppter Brutjäger.

    Klar das Seen gepflegt und bei zu hohem Angeldruck entsprechende Maßnahmen wie Besatz / Verbote einzuleiten sind, aber das sollte einguter Verein selbst regeln. Da Seen meist eine Art künstlich angelegtes Ökosystem sind müssen sie auch versorgt werden.

    Aus all dem Rückschlüsse auf die Sinnhaftigkeit von Entnahmefenstern zu schließen ist auch mehr als Fragwürdig. Hier helfen nur wissenschaftlich geführte Beobachtungen geeigneter Gewässer.


    21.01.20 08:40 3
  • Profilbild C0nfuzius

    Ps: diese App hätte bei Vorgesehener Nutzung in wenigen Jahren wertvolle Statistiken und Daten zur Auswertung ermöglicht anhand derer man die ein oder andere These hätte abgleichen können, aber dank falscher Gewässer und Größen Angaben sind die Daten wertlos

    21.01.20 08:49 9
  • Profilbild Esox Hunter 100

    Ich finde den Artikel von Martin F. auch interessant, aber das sind auch die Folgen von Wachstum der Bevölkerung.
    Im vielen Hobbys werden die Bedingungen immer schwieriger und es wird noch schlimmer werden für uns alle.
    Genauso wie man öfters im Stau steht mit dem Auto oder Modellflieger nicht mehr überall ihr Hobby ausüben dürfen oder im Kartverein nur noch gewisse Lautstärke und Fahrzeiten erlaubt sind um nur mal einige Beispiele zu nennen.
    Ich glaube aber auch , das der Fischbestand vorrangig von dem Einsatz der jeweiligen Gewässerwarte, Fischereiinhaber gesteuert werden kann.
    Soll heißen das die ständigen Untersuchungen und deren Auswertung von Fischlaich,Nährtiere,Bestandskontolle usw. und die richtige zeitnahe Präventiv Maßnahmen wie verändern der Schonmasse, Schonzeiten,Hegeangeln linkßen Einfluss auf Bestand und Fortpflanzung der Fisch und Tierfauna hat.
    Davon bin ich persönlich überzeugt ....💁🏼‍♂️

    21.01.20 09:48 0
  • Profilbild Fliegauf Philipp

    Egal wie viele Angler es gibt, die Anzahl an zu vergebenden Erlaubnisscheine pro Gewässer bleibt die selbe.
    Wie viele Erlaubnisscheine pro Gewässer vergeben werden dürfen bzw. ein Gewässer verträgt,, wird von Gewässer zu Gewässer individuell von einer Fischereibehörde bzw. Fachbeauftragten für Fischerei festgelegt (zumindest bei uns in Bayern).
    Da können dann nur noch z.B. aus einer Jahreskarte, 15 Tageskarten gemacht werden.
    Wenn ein Verein z.B. Jahreskarten übrig hat, Tageskarten aber jedes Jahr vergriffen sind, kann er auf eine Jahreskarte verzichten und dafür hat er mehr Tageskarten zu vergeben.
    Andersherum aus z.B. 15 Tageskarten eine Jahreskarte mehr machen, geht auch.
    Der Angeldruck kann sich also nur dort erhöhen, wo die mögliche Vergabe an Erlaubnisscheinen in der Vergangenheit nicht ausgeschöpft wurde.
    Die 15 von mir angegebenen Tageskarten sind nur ein Beispiel, kann auch sein, dass es 25 sind, ich weiß es nicht mehr genau.

    In vielen Vereinen bei uns in Bayern, gibt's deshalb auch ein Aufnahmestopp. Da alle Jahreskarten aus dem Kontingent vergeben sind und es für ein neues Mitglied keine gäbe.

    Darum rate ich auch jedem immer an, sich einem Verein anzuschließen.
    Die Situation darum, Möglichkeiten zu bekommen, überhaupt an einem Gewässer fischen zu dürfen, wird sich in Zukunft nicht verbessern, denke ich.
    Und wer jetzt sagt, "er würde ja gerne aber die Aufnahmegebühr ist mir zu teuer", hat wahrscheinlich noch nicht darüber nachgedacht, wie hoch diese vielleicht in 10 oder 20 Jahren ist.

    21.01.20 14:40 0
  • Profilbild Fliegauf Philipp

    Hinzu kommt, dass mehr C&R praktiziert wird als jemals zuvor!
    Ich finde nicht, dass es an Fischen mangelt.
    Sie werden nur immer schwerer zu fangen!

    21.01.20 14:44 2
  • Profilbild Homestarrunner

    @Fliegauf Phillip: Danke!

    21.01.20 15:05 0
  • Profilbild Fliegauf Philipp

    Wenn die 100 Angler beim Walleye fischen aus dem Bericht von MfB nun z.B. pro Angeltag 15 bis vielleicht sogar 40 oder 50 Fische pro Tag entnommen haben?
    Wenn sie also keine Entnahmeregelung, wie sie bei uns in Deutschland üblich ist, einhalten mußten. Dann ist dieser Bericht für einen in Deutschland fischenden Angler, absolut unrelevant.
    Das wären komplett andere Voraussetzungen.
    Man bräuchte da mehr Infos über die Testbedingungen.
    Wenn die da jetzt an nem quasi "Jungfräulichen" Gewässer, mit hundert Mann, 15 Tage lang alles platt gemacht haben, wäre dieser Test nicht verwunderlich.
    Die Quote pro Angler und Tag müsste man Wissen.

    21.01.20 15:06 0
  • Profilbild Crosslock

    @Fliegauf Philipp: Da gebe ich dir Recht. In der Studie war das Gewässer wohl jahrelang unbeangelt. Und mit einem Mal sind Horden von Angler auf einen Fischbestand losgelassen worden, der noch keine Erfahrungen mir Ködern/Haken oder dem Rausdrillen von Artgenossen aus dem Schwarm gemacht hat. Kein Vergleich zu scheuen Beständen aus Gewässern mit regelmäßigem Angeldruck.
    Aber eine Limitierung über Angelkarten-Kontingente ist m. E. eher eine regionale (bayerische) Besonderheit. Vermutlich auch der vorhandenen Gewässeranzahl/-fläche geschuldet. In dem meisten Gegegenden gibt es keine Kontingente. Mir ist nicht bekannt, dass die Fischer bei uns irgendwann den Kartenverkauf stoppen, wenn es zu viele Angler für das Gewässer werden. Ganz im Gegenteil: sie verdienen ja zum Teil sehr gut an uns Anglern. Von den freien DAV-Gewässern ganz zu schweigen, die vom Zugang her völlig unreglementiert sind. Da ist die Problematik mit dem Angeldruck, insbesondere in Ballungsgebieten, schon eher zu spüren.

    21.01.20 15:33 1
  • Profilbild Fliegauf Philipp

    Sowas wie freie Gewässer gibt's bei uns gar nicht.

    21.01.20 15:40 0
  • Profilbild Magnum 83

    da muss ich crosslock recht link uns werden gastkarten noch und nöcher herausgegeben und aufnamestop im Verein 😅frei nach dem Motto viel verdient viel🤑und in den freien dav Gewässer interessiert es eh kein,das ist ja das Problem. und es werden von Jahr zu Jahr mehr Angler 🤮aber glaube nicht das dann besser besetzt wird

    22.01.20 05:19 0
  • Profilbild Tezlaffsrb

    die Sache mit den Gewässern des lavb/Dav und den besatz ist eigentlich das der Vorstand nicht mal weiß was und wie viel sie besetzen sollen wenn fast niemand seine fangbücher zum Jahresende Abschluss mit einreicht. ich kenne ein Gewässer das lavb wo nur die Vereinsmitglieder das hauptrecht zu angeln haben und wo das fangbuch tatsächlich Pflicht ist. dem zu folgen wird regelmäßig gut nachgesetzt. und dort fängt man regelmäßig grosse Fische trotz c&r

    22.01.20 05:54 0
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