Lernen Gewässer zu lesen und Fische zu verstehen
Hi zusammen,
Ich Angel bereits seit vielen Jahren und mit längerer Pause nun seit ca. 6 Jahren relativ intensiv.
Ich bin mehrmals im Jahr in Holland, war zwei mal in Schweden und Angel sonst viel in Bayern.
An meinem Wohnort gibt es leider wenig bis gar keine Gewässer abgesehen vom Neckar.
Ich habe ergo schon den ein oder anderen guten Fisch gefangen, tue mir aber oft schwer Dinge in Kontext zu bringen.
Warum stand Fisch xy jetzt da wo ich ihn gefangen hab? Bodenstruktur? Wassertrübung? Gewässertemperatur? Beutefische? Tageszeit?
Ich würde nun gern lernen Gewässer besser zu lesen und auch zu verstehen wann ich meine Zielfische (Hecht und Barsch) am ehesten wo im Gewässer antreffe.
Ich schau regelmäßig YouTube, alle möglichen Kanäle von stumpfer Unterhaltung bis zu „Lehrvideos“.
Ich hab mir vor kurzem noch ein Buch gekauft („Hecht - clever angeln, besser fangen“ - Dr. Catch Forenbuch) da ich gerne lese und mir Informationen so besser merken kann.
Ich glaube nicht mehr daran dass Köder eine wirklich so große Rolle spielen wie gern suggeriert wird, bin aber tackletechnisch breit genug aufgestellt um alle Angelarten abdecken zu können.
Ich würde nun gerne lernen wo finde ich Hecht und barsch zu welcher Jahreszeit im See und im Fluss?
Wie lese ich Gewässer wenn ich Tiefenkarten besitze und einen Deeper mitnehmen kann?
Wie starte ich an neuen Gewässern?
Wie finde ich Fische und wann suche ich wo?
Ich hoffe man versteht was ich meine 🤔
Ich würde gern besser informiert an Gewässer gehen und Pläne ausgearbeitet haben. Ob die dann funktionieren wird sich zeigen. Ich hab schon oft geschneidert und bin mir bewusst dass das auch weiter geht aber ich würde mir gern mehr Chancen geben zur rechten Zeit am rechten Ort zu sein zB.
Klar spielt Erfahrung hier eine große Rolle aber die Seen die ich am liebsten beangel sind 250km entfernt und bieten mir daher eben nicht die Möglichkeit 1x die Woche dort hin zu fahren. 🤔 hier im umkreis sind leider primär Tümpel die zu zig verschiedenen Vereinen gehören…
Habt ihr hierfür Bücher die ihr empfehlen könnt?
Oder Sonst Ratschläge um besser zu verstehen was man macht?
Einfach Informationen oder Meinungen, Erfahrungen usw.?
Ich nehme Artikel, Bücher, Videos…
Es macht mir Spaß mich zu informieren und ich bin zuversichtlich so meine Fangquote erhöhen zu können.
Sorry für den Roman 😄 ich hoffe so ist aber verständlich welche Infos etc. ich suche.
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Beschäftige dich intensiv mit der Biologie deiner Zielfische dann weißt du auch zu welcher Jahreszeit, Tageszeit und Wassertemperatur sich der Zielfisch aufhält. Und ganz wichtig - was, wann und wo die Fische fressen. 👉 Ausnahmen bestätigen die Regel ☝️
An fremden Gewässern die du nicht kennst ist ein einfaches Echolot (z.Bspl. Ddeper) sehr hilfreich.
Die Dr. Catch-Bücher sind doch ein guter Anfang, ich habe auch zwei (Fliegenfischen - ich versuche seit Jahren, mich da einzuarbeiten, und Meeresangeln - das meiste, was ich darüber weiß, scheint veraltet zu sein). Und es gibt noch viele weitere, zB Zander und Barsch.
Aber das Verständnis eines konkreten Gewässers kann ein Buch kaum vermitteln. Da bleibt nur trial and error - und vor allem Aufzeichnungen...
„Beschäftige dich intensiv mit der Biologie..“
Bei solchen Antworten muss ich sowas von mit den Augen drehen..es kann doch wohl einfach mal ein paar Ratschläge von anderen geben und man kann sich austauschen.
Ich schließe mich an und würde mich auch über ein paar nette Kommis freuen :-)
Ich selbst bin relativ eintönig was Köder angeht und hab Probleme mit der richtigen Wahl, bzw. komme für mich nicht auf das optimale Setup
Wenn hier alle relevanten Tipps und Hinweise kommen sollen dann sprengt das hier das Forum!
Ich habe auf diese Weise angefangen und bin dann mit meinem Musiklehrer (der mich zum Angeln in meiner Kindheit ausgebildet hat) ans Wasser gegangen und er hat mit mir zusammen ein Gewässer gelesen. Das war 1971.
Um zu wissen wo welcher Fisch steht und was er frisst ist Kenntniss über seine Biologie Grundvoraussetzung.
Wenn der Treadstarter einen erfahrenen Angler zur Seite hat der ihn an die Hand nimmt und führt ist das schon die halbe Miete.
Das ist schon richtig, das man sich mit den Lebensräumen und jagdverhalten des zielfisch beschäftigen muss und dann dieses Wissen aufs gewässer zur entsprechenden Jahreszeit adaptieren kann .
hechte sind lauerjäger und jagen bevorzugt von unten nach oben (das gibt seine anatomie vor, zbsp Anordnung der Augen oder sein Skelett, er ist so gebaut, schnell zu beschleunigen) , mit dem Wissen, beangelt man Strukturen die Deckung bieten.
Dabei köder verwenden, die maximal Kontrast zum Himmel bieten, heißt klares , sonniges Wetter, dann köder mit dunklem Bauch, trübes Wetter, dann heller Bauch. trübes Wasser, dann ruhig mal ne schockfarbe .
Barsche wiederum sind im Schwarm unterwegs und wandern an Strukturen und kanten entlang , heißt man sucht sandbänke (barschberge ) oder überhängende Büsche, ausgespülte Ufer aber auch spundwände. Ihre Zeichnung ist wie beim zebra, durch die vielen Streifen und der Farbgebung ist der einzelne fisch im Schwarm nicht zu lokalisieren, das erschwert Feinden wie dem Hecht den Angriff und die beute übersieht ihn ebenso .
Zu den Zeiten der krebshäutung lohnt sich das langsame bodennahe fischen, da die Barsche nem frisch gehäuteten Krebs nicht widerstehen können.
generell lässt sich sagen, da wo viel kleinfisch ist, sind die Räuber nicht weit , also erster blick aufs gewässer und nach fischfressenden Wasservögeln ausschau halten , wo die sind ist auch baitfish und wo der ist, sind auch Räuber
Guten Morgen zusammen,
Vielen Dank schonmal für die Antworten!
Das Dr. Catch Buch bezieht sich leider auch recht viel auf Themen wie Köder, Stahlvorfächer binden etc.
Das ist sicherlich super wenn man bei 0 startet, über diesen Punkt bin ich aber schon hinaus.
Interessante Themen wie „wann steht der Hecht wo“, sind mit wenigen Seiten bzw. Bisher nur einer Grafik abgehandelt.
Das sind gerade die wichtigen Informationen… wenn ich weis dass der Hecht nach der Laichzeit noch gern flach steht bin ich mir sicher dass ich diesen mit flachlaufenden Ködern ganz gut anangeln kann.
Themen wie Jagdverhalten, bevorzugte Beute, Einfluss von Wassertemperatur, Sprungschicht, Windrichtung, Angeldruck, Bodenstruktur usw. sind maßgebliche Dinge denke ich um an großen Gewässern erfolgreich zu angeln.
Das muss doch sicherlich mal jemand niedergeschrieben haben 😅
Während ich hier tippe glaube ich dass es für mich auch Sinn macht mich mal mit dem Verhalten der Beutefische zu beschäftigen… Weißfische und Barsche sollten die Hauptnahrung der Hechte in den bayrischen Gewässern sein. (Vermutlich wohl überall 😄)
Gelegentlich gibt es dort auch Satzforellen die Hechten ja wohl auch ganz gut schmecken sollen.
Ich hab mich nie mit Ansitzenangeln und Friedfischen beschäftigt da ich vom Angeln auf Zuchtforellen am Puff über angeln auf Satzforellen in kleinen Weihern und Seen direkt zum Hechtangeln übergegangen bin.
Bisher angle ich immer recht gleich an meinen Seen:
Über die Deeper App oder Maps such ich markante Stellen raus. Vor Ort halt ich auch Ausschau nach Einheimischen.
Die Spots die ich mir rausgesucht hab Angel ich dann ab.
In der Wasserschicht von oben nach unten.
Wenn ich mich von Spot zu Spot bewege, schleppe ich und guck aufm Deeper ob ich irgendwas erkenne.
Wenn ich Gras finde, halte ich an und Fische den Bereich ab.
Alles relevante markiere ich mir in der Deeper App so dass ich zu gegebener Zeit nochmals zurück kann.
Nun gilt es wie gesagt noch mehr über das Verhalten der Fische zu lernen. Nur wo und wie weis ich halt noch nicht. 😅
Hierfür hatte ich auf entsprechende Lektüre gehofft.
Für dieses Jahr werd ich mir mal wohl mehr Notizen zu den Angeltagen machen.
Luftdruck, Luftdruck die Tage zuvor, Windrichtung, Wassertemperatur, Bodenstruktur und mal sehen was mir noch so einfällt.
Habt ihr hierfür noch Parameter die ihr für wichtig erachtet? 🤔
das beutespektrum wird übers jahr kleiner, während sie in der kalten Jahreszeit weniger jagen dafür mehr sammeln und sich auf größere beute einschießen , wechseln sie in der warmen Jahreszeit zu kleinen beutetieren , also halt ausschau nach jungfischen , ideal dort, wo viel gefeedert wird, da ist Futter im Wasser und der kleinfisch steht konzentriert, da findet man immer hechte .
Ich bin gestern auf die Seite fischfindertest.de gestoßen.
Die Infos dort sehen bisher ganz interessant aus. Es gibt auch Bücher und teils Kurse zum Lesen von zB dem Deeper, Hechtangeln usw…
Irgendwie wirkt die Seite auf mich aber auch recht dubios. Die Infos sind recht komisch zusammengetragen und geschrieben.
Die Instagram Seite wirkt auch veraltet und die Videos enthalten teils Schreibfehler.
Kennt die Seite jemand? 😅
Ansonsten hatte ich überlegt dort den Deeper Kurs zu kaufen.
25€ sind hier sicher besser investiert als für den nächsten, tollen Köder. Sofern das natürlich brauchbare Infos sind. 😅
ich habe heute morgen mir den neuen Podcast von "Rute raus, der Spaß beginnt" angehört . Im interview war als Gast Robert Arlinghaus. Da ging es um Spot, Beissfenster und Köder. leider wieder mal viel zu kurz mit Robert, aber man bekommt schon das ein oder andere neue mit. Lohnt sich auf alle Fälle.
@Fabelwesen - also für den Deeper brauchst du keinen Kurs zu kaufen. Schau dir bei YouTube die Filme dazu an, lade dir die App zum Deeper runter und dann raus ans Wasser. Die Handhabung ist selbsterklärend und relativ einfach. Hab sogar ich kapiert und komme klar damit. 😜
Podcasts sind super , nur gibts zum Thema hecht nicht sehr viel. Für Wels ganz klar Benny "wallerflüsterer" , für Zander hänels Zander Podcast.
Für hecht wäre harzfishing zu empfehlen und dicht am Fisch haben vor langer Zeit mal ne richtige Serie übers hechtangeln gemacht. Gibt aber noch andere interessante podcasts übers angeln , zbsp der angelkompass ,die grüne Brille, carpy Podcast, carpiss dich,Tiefgang, angelnews oder auch der successfull bait Podcast
bei meinem Tip geht es nicht nur um Hecht und vor allem geht's um die wissenschaftliche Seite, weniger die der Erfahrungen.
@ToTi
Den Podcast werd ich mir auch mal anhören!
Ich fand damals auch das Video von FirstCastTV mit Dr. Arlinghaus super. 👍🏻
@toyo
Ich hab den Deeper bereits durch Schweden und Bayern gezogen hab aber irgendwie das Gefühl dass ich den was die Sensitivität angeht immer falsch einstell.
Generell hätte ich in dem Kurs gehofft auch was übers richtige lesen bzw. Interpretieren der Bilder zu erfahren 😄
In den Bayrischen Seen hab ich nicht 1x einen ernstzunehmenden Schwarm gefunden. Auch Sicheln find ich viel seltener als ich erwartet hätte.
Meistens weis ich dann auch nicht obs n Gegenstand oder Fisch ist. Fische haben ja wenn ich mich an meine YouTube Videos erinner meist einen weisen Fleck in der Sichel welcher die Luftblase darstellt. (War’s weis oder ne andere Farbe?) Hängt vermutlich natürlich auch von der Gröse des Fischs ab 😄
@Carpy
Was Podcasts angeht kenn ich alle Folgen von Harzfishing, Was kostet der Fisch und Die Guides vom Plauer See.
Sonst kenn ich vermutlich jede Folge die Dustin Schöne beinhaltet sowie diverse Folgen mit Freddy Harbort.
Ich hab alle für mich relevanten Folgen von Time is Fish gehört und aus Unterhaltung hör ich hin und wieder Nägel mit Köpfen.
Vor kurzem bin ich auf Angebissen gestoßen. Die werd ich mir also auch zeitnah anhören. 😄👍🏻
Auch sonst verfolge ich auf YouTube alle deutschen Raubfischchannel welche sich mit Hechten und Barschen beschäftigen sowie relevante Englischsprachige Channel.
Sobald ich mein niederländisches Vokabular von aktuell 240 Wörtern aufgestockt hab, werd ich mir auch alles auf Niederländisch anschauen und hören. Da muss ich mit Babbel aber noch bisschen üben. 😄
Kurz ergänzend:
Ich bin als ich eben nochmal nach Deeper Videos gesucht hab auf YouTube über die angesprochene Seite fischfindertest.de gestoßen.
Die YouTube Videos wirken etwas „altbacken“ aber sind durchaus super informativ. Vielleicht werd ich mir doch mal das Buch zum Hechtangeln dort bestellen. 😄🤔
bei Youtube kann ich dir " eine handvoll Fisch " ans Herz legen. Marko und Kevin sind zum einen sehr unterhaltsam (man muss natürlich unseren halleschen/saalkreis Dialekt mögen und vor allem verstehen, zum anderen sind die beiden echte Cracks wenn es um hecht und Zander geht , kenne beide schon viele jahre (seit der jugend) und bei uns im Verein sind sie unter den fast 4000 Mitgliedern die absolute Nummer 1 im raubfisch Bereich. denke auf dem Kanal kannst du noch einiges an input rausziehen , vor allem verkaufen sie nichts , was die Glaubwürdigkeit enorm unterstützt
Hallo, ToTi hat von Robert Arlinghaus ins Spiel gebracht. Der Mann beschäftigt sich sehr wissenschaftlich mit dem Verhalten von Fischen. Er hat einen YouTube Kanal "Ifishman".
Da wurden u.a. an einem Forschungssee Hechte und Barsche mit Sendern ausgestattet. Die Erkenntnisse die ich auf diesem YouTube Kanal gewonnen habe, hätte ich mir zu Beginn meiner Angelkarriere gewünscht. Man kann monatsweise das Verhalten der Fische im Gewässer nachvollziehen, auch was größere Fische anders machen im Vergleich zu kleineren. Beispielsweise konnten sie nachweisen, dass das Wetter beim Hechtangeln eine Rolle spielt, der Luftdruck scheinbar nicht. Auch konnte herausgefunden werden, dass der Angeldruck einen sehr großen Einfluss auf den Fangerfolg hat. Ich kann nachvollziehen, an welchem Punkt du gerade stehst Fabelwesen, schau mal ob der Kanal was für dich ist. Mir war er eine große Hilfe, man kann Stammtischweisheiten gegenprüfen.
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