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  • Profilbild Aggi_

    Hallo zusammen,

    Ich würde mir gerne für die kommende Saison ein Boot kaufen. Aufgrund von Platzmangel und keiner Möglichkeit, einen Trailer zu nutzen, würde mein Wahl auf ein Schlauchboot mit Außenborder fallen.

    Einsatzgebiet wird vornehmlich der Rhein im Mainzer Bereich sein - also auch Hauptstrom. Bootsführerschein ist vorhanden.

    Würde gerne zwischen 15 und 20 PS motorisieren.

    Jetzt zur eigentlichen Frage: Macht ein Schlauchboot auf dem Rhein ohne Festrumpf überhaupt Sinn oder ist das zu gefährlich?

    Wäre super, wenn mir jemand hierzu Tipps geben könnte, da ich neu im Bereich Boot und Co. bin und momentan ja alle Läden geschlossen haben.


    Beste Grüße

    Jan

    11.02.21 18:10 1
  • Profilbild Marco Zupancic

    achso mein lieber... link immer alles Vernunft angehen...20 PS link halt schauen ...musst ja nicht gleich bei Hochwasser in die fahrrinne

    11.02.21 18:21 2
  • Profilbild WawA4n

    Mit nem Außenborder der ordentlich Hubraum hat, geht auch ein Schlauchboot auf dem Rhein.
    Allerdings könnte es mit der Gleitfahrt evtle Schwierigkeiten geben. Diese ist aber allerdings zu vernachlässigen, sofern man das Schlauchboot nur zum Angeln nutzen will.


    Es spielen gewisse Vorzüge die Hauptrolle.
    Ein Hochdruckboden ist leichter aufgebaut und ist meist wärmer unter den Füßen.
    Zudem kann man diese mit kalten Händen noch gut auf und abbauen.
    Allerdings ist der Rhein kein Gewässer, an dem man nur Sand vorfindet oder andere ungefährliche Gegenstände.
    Da vermittelt der „weiche“ Hochdruckboden keinen robusten Eindruck, obwohl das meiner Meinung nach täuscht.

    Ebenfalls muss man den passenden Luftdruck reinpumpen, was ohne eine elektrische Pumpe echt mühselig ist und schon mal nerven kann.


    Ein Festrumpf Schlauchboot mit aufblasbaren Kiel vermittelt jedoch einen solideren Eindruck, wiegt aber meist mehr und ist mit kalten Finger echt bescheiden aufzubauen.
    Im Sommer oder bei moderaten Temperatur frieren da zudem auch gerne die Füße, sofern man nur mit Socken oder barfuß unterwegs ist.

    Ein F-Rib Vereint hingegen alle Vorteile und hat kaum Nachteile. Lediglich der Preis ist meist viel zu hoch.


    Hier mal kurze praktische Erfahrungen aus der Oberweser gegen den Strom:
    Mit einem Tohatsu 9,8 PS und nem Schlauchboot mit Aluboden und aufblasbaren Kiel, habe ich mit 2 Personen, eine Geschwindigkeit von 26 KmH erzielen können.
    Mit dem Strom sogar 34 Km/h.

    Mit einem Tohatsu 9,8 PS + Honda Honwave T 32 IE 2
    Habe ich sogar 28 Km/h mit insgesamt 2 Personen erzielt.
    Bei beiden Modellen war eine Gleitfahrt möglich, jedoch gelang es beim Hochdruckboden schneller.

    Da mir das ganze aber zu langsam ist, habe ich nun einen 15PS Außenborder von Honda bestellt. Mit dem größeren Hubraum und 4blatt Propeller sollte das Ganze auf die maximale Grenze ausgereizt sein.

    P.S Mercury ist ein „veredler“ von Tohatsu Motoren und daher sind die Motoren meist fast identisch und den Aufpreis nur bedingt wert.

    Ich hoffe ich konnte dir die ein oder andere Info liefern, mit diesem Ellenlangen Bericht.

    11.02.21 21:30 3
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  • Profilbild Aggi_

    Danke Jungs, vor allem für deinen ausführlichen Bericht WawA4n!

    Hat ein Aluboden denn entscheidende Nachteile gegenüber eines Hochdruckbodens? Der nimmt nämlich den Innenraum viel Volumen, wie ich finde.

    Einen festen Boden würde ich natürlich auf jeden Fall haben wollen.

    12.02.21 05:54 1
  • Profilbild WawA4n

    Entscheidende Nachteile so, gibt es aus meiner Sicht nicht. Es sind nur Kleinigkeiten wie z.B folgende:

    Gleitfahrt wird in der Regel etwas später erreicht.

    Das Schlauchboot ist insgesamt schwerer aufgrund mehr Materials

    Die Packmaße sind ebenfalls bei ungeübten zurückrüsten deutlich größer und hat infolge dessen, dass man die Platten nicht mehr in die Schlauchboot Tasche packt und somit separat transportiert.

    Das zusammenstecken benötigt etwas Übung und ein ganz bisschen Erfahrung. Es hilft da wirklich einmal das Boot trocken auf einer Wiese zusammenzubauen unter Aufsicht des Vaters oder eines Kumpels. Nebenbei auch mal Fotos schießen wie es ursprünglich in der Schlauchboot Tasche verpackt war.

    Beim Zusammenstecken der Platten ist eine zusätzliche helfende Hand auch nicht verkehrt. Denn dann kann man die mittlere Platte als letztes reinpacken und verbindet alles.

    Bei kaltem Wetter, wo die Finger schnell anfangen zu frieren ist es eine Quälerei, die seitlichen Befestigungsleisten reinzufummeln, auch muss darauf achten, dass man das Schlauchboot maximal bis zur Hälfte an dieser Stelle aufgepumpt hat.

    Die Füße müssen immer ein Schuhwerk anhaben, damit diese nicht frieren, sofern man mit einer Wathose oder Badehose das Boot wässern möchte.

    Die steckverbindungen müssen immer von Schmutz nach jeder Fahrt, gereinigt werden, ansonsten gibt es Fiese Kratzer und die lassen sich beim nächsten mal nicht vernünftig zusammenstecken.

    Bei Seegang/Wellen ist ein Festrumpf Boot etwas brettiger und sorgt dafür, dass man nicht voll reinrauschen sollte

    Vorteile aus meiner Sicht:
    Der feste Boden bietet gerade bei Anglern einen Riesen Vorteil, da dieser einem ein solides Gefühl vermittelt in Sachen Sicherheit und Festigkeit.
    Da kann ohne schlechtes Gewissen, mal das Messer oder Kunstköder auf den Boden fallen, ohne gleich Panik zu bekommen.

    Der Preis ist meist geringer als bei richtigen Hochdruckböden, ohne Einbußen im Innenraum zu machen.

    Der Tank kann deutlich besser fixiert werden.

    Ein Echolot kann häufig an den Platten angebracht werden, wenn man da etwas rumbastelt.


    Die Nachteile wirken beim ersten Mal durchlesen gravierend, aber dem ist zum Glück nicht so. Denn das an und abrödeln dauert allerhöchstens 30 Minuten länger, als bei einem Hochdruckboden.

    Auch schafft man es, ein Festrumpfschlauchboot als 20 Jähriger alleine zusammenzubauen, sofern man das geübt hat und nicht Dreieckige Hände hat.

    Mit dem Alter wird man jedoch faul und will sich das Ganze nicht mehr antun, daher wechseln viele auf hochdruckboden. Das ist deutlich entspannter und man lässt die elektrische Pumpe alles machen 😎

    Ich kann dir aufjedenfall flüssiges PVC/Latka ans Herz legen. Mit so einer Tube kann man immer gute erstmaßnahmen einleiten, wenn man mal ein Loch fängt und nicht gleich den Angeltag sausen lassen will.
    Auch rate ich von Adeco Kleber ab, da dieser vergilbt und äußerst mistig aussieht.
    Der Kleber von Bengar zum flicken und abdichten ist empfehlenswert.

    12.02.21 10:13 1
  • Profilbild Aggi_

    Wow, perfekt. Damit sind glaube ich alle meine Fragen geklärt denke ich. Vielen Dank!

    Ich denke, ich werde dann fürs erste zu einem Aluboden greifen, da ich mich darauf wahrscheinlich auch sicherer fühle.

    Abschließende Frage: Welche Größe wäre für 2-3 Personen empfehlenswert.
    Ich dachte ab 320, oder ist das zu klein? Ich würde es lediglich zum Spinnangeln nutzen, also hält sich das Gepäck in Grenzen. Dachte da an das Tusker 2.0 (nein ich bin kein Fanboy, besitze nichts von Zeck 😂).

    12.02.21 10:43 0
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  • Profilbild WawA4n

    Das ist eine Frage die sich pauschal nicht beantworten lässt. Grund dafür ist, dass man leider von deinem Genannten Boot, die Sitzbank Position nicht sehen kann.
    Ist diese relativ weit vorne oder fast mittig, gehen 2 Personen locker. Ist diese relativ nah am Außenborder, dann ist es ohne Nachrüsten einer weiteren Sitzbank unbequem für die 2te Person.

    Ich selber nutze auch ein 3,20m langes Boot und kann sagen, dass es für 2 Personen aufjedenfall ausreicht um bequem zu Fischen. Mit 3 Personen könnte ich es mir kuschelig vorstellen, jedoch machbar sofern man es organisiert angeht.

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    12.02.21 11:11 2
  • Profilbild Pikehunterjo

    Ich persönlich finde 3.2m für 3 Personen schon etwas grenzwertig. Aber ein größeres schlauchi nimmt dann schon Recht viel Platz im Auto ein. Hatte ein 4meter honwave mit aluboden und war sehr zufrieden damit und Platz auf dem Boot ist halt Luxus. hab mir dann einen Trailer geholt weil ich keine Lust hatte das Teil jedes Mal aufzubauen und dann manchmal im Dunkeln und bei Regen wieder abzubauen das stresst schon ziemlich. Ich würde mich dann auf 2 Personen zum fischen beschränken und ein 3.2m nehmen und es evtl sogar aufgebaut auf dem Dach transportieren. bei einem größeren Boot wird der Dachtransport schon sehr schwierig weil die halt auch einiges wiegen

    12.02.21 11:12 2
  • Profilbild Aggi_

    Stimmt, 320 wären auch auf dem Dach machbar, die Träger hätte ich sogar, da ich aktuell noch das Kajak habe, was ich dann abgeben.

    Jungs, ihr wart mir eine große Hilfe. Habt Dank! 👌

    Petri 🎣

    12.02.21 11:17 2
  • Profilbild Tyranosilur

    schaue dir Mal das Zeepter big Catch 3 m mit Alu Boden an, es ist bis 20ps motoriesierbar das ist meiner Meinung nach eines der besten Schlauchboote die es am Markt gibt weil es einen Innenraum eines 4,20 Bootes besitzt , ich benutze das Schilftarn Modell mit lediglich 5ps außenborder als auslege und Drill Boot zum Welsangeln selbst mit so geringer Leistung komme ich ins gleiten und auch Strom aufwärts für mich ausreichend, der Aufbau funktioniert mühelos auch alleine in ca.15min. Viel Spaß auf dem Wasser und ne Hand breit Wasser unterm Kiel . ✌🏻👍🏻

    12.02.21 11:26 2
  • Profilbild Aggi_

    Danke für den Tipp. Ich schaue es mir mal an 👍

    12.02.21 11:29 0
  • Profilbild Tyranosilur

    👍🏻

    12.02.21 11:31 0
  • Profilbild WawA4n

    Wenn du dich dann für eines entschieden hast und es auch mal getestet hast, wäre ein Feedback deinerseits echt super 😉

    Falls dir dann das Schlauchboot schleppen zu lästig wird kannst du dann ja mit der Zeit reifen zum transportieren nachrüsten.

    Auch wenn du mal planst ein Echolot mit einer Batterie zu betreiben, empfehle ich dir die Batterie durch eine 12v Powerbank zu ersetzen. Vorteile können bei Bedarf erläutert werden.

    12.02.21 12:02 2
  • Profilbild Tyranosilur

    Sry das 3 m Modell ist doch nur bis 15 PS motoriesierbar hab gerade nochmal geschaut aber das 3,20 ist bis 20 PS. ✌🏻

    12.02.21 12:25 1
  • Profilbild Tyranosilur

    *3,30

    12.02.21 12:26 1
  • Profilbild Tyranosilur

    was auch noch zu erwähnen ist sind Yamaha Außenborder die sind auf 3 Seiten zu transportieren und zu lagern das hat nur Yamaha , bei allen anderen 4 taktern hast du immer nur 1 Seite auf die du sie legen kannst.

    12.02.21 12:35 1
  • Profilbild Aggi_

    Also das Zeepter sagt mir sogar noch mehr zu. Vielen Dank dafür. Ist auch Kategorie C, das von Zeck nur D. Und Platz ist auch wirklich mehr im Zeepter

    12.02.21 16:10 1
  • Profilbild Tyranosilur

    ich kann es nur empfehlen bin mega zufrieden damit, super hochwertig und sehr freundliche Mitarbeiter sind bei Fragen immer zur Stelle. Die Modelle in Schilftarn und camou sind in 1mm Stärke das grüne in 0,9 mm, und auf die Bootshaut gibt's sogar 5 Jahre Garantie. Ich benutze es auch hauptsächlich im Rhein in den Buhnen da ist der breite Scheuerschutz wie gemacht dafür. bei den Booten brennt echt nix an sind einfach nur top 👍🏻👍🏻

    12.02.21 16:22 1
  • Profilbild Tyranosilur

    und für spinn Touren mit 3 Mann ist im 3m Modell ausreichend Platz das ist glaube ich für 5 Mann zugelassen

    12.02.21 16:24 1
  • Profilbild Aggi_

    Dann wird meine Wahl wohl auf das Zeepter fallen 👌 da freu ich mich jetzt schon auf den Sommer 🔥

    12.02.21 16:35 1
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