Schutz vor Kormoran
Hallo,
mich treibt das leidige Thema Kormoran um. Mein Verein hat 2 Teiche, der eine wird regelmäßig von 1-2 Kormoranen besucht. Beim abfischen haben wir feststellen müssen, das bis auf riesige Karpfen + Brassen und Weißfische, alles vermutlich vom Kormoran geholt wurde. 2 Jahre vorher wurden aus einem anderen Teich über 100 Schleien umgesetzt, Zander wurden jedes Jahr besetzt. Davon war nichts mehr übrig.
Ich habe oft gelesen, dass man die Teiche renaturieren soll, Versteckmöglichkeiten schaffen usw. Es gibt bereits eine große Totholzzone (ca 10% des Teiches), die aber nur 1 -1,2m tief ist. Allerdings weiß ich nicht ob das den Kormoran aufhält. Theoretisch kann er sich ja auf einen Baum setzen, beobachten und dann gezielt angreifen. Vielleicht müsste man da noch ein Netz oder Seile drüber spannen.
Außerdem wurde empfohlen Betonringe als Versteck zu versenken. Aber da denke ich mir, mit 2-3 kommt man ja auch nicht weit. Und wir können ja auch nicht 50 Ringe versenken.
Hat jemand Erfahrung in dem Bereich und ein paar Tipps? Abschuss ist bei uns nicht erlaubt. Wenn man die Verluste auf "natürliche" Art und Weise zumindest halbieren könnte, wäre uns schon viel geholfen. Aber so wie es aktuell ist, brauchen wir außer Karpfen und Brassen nichts besetzen. Bevor sie dazu kommen sich zu vermehren, werden sie gefressen.
Hier in Halberstadt in der Zeit wo noch alles zugefroren war tummelten die Kormorane auch in der Salmoniden Strecke mit dem erschrecken dass sie neben allen raus nehmen,,,,,,,,
Bin aber selbst der Auffassung das Halberstadt kein Laichbezirk ist und die Kormorane nicht bis in den Oberharz kommen, mittlerweile ist es ja frostfrei und die Seelen wieder frei,,,,,,,,
Das einzige was man daraus schließen kann ist das vielleicht viele verhungert sind, es ist zwar nur ein Vogel aber immerhin werden die Vögel in Stadtgebieten immer durch den Menschen gestört,,,,,,,
Das Bild ist auch schon vom 09.02.2026, selbst in den anderen Jahren war um die Zeit keine Fische hier im Gebiet,,,,,,,,
Zum einen sind Entnahmefenstern eine gute Sache, für den Bestand allgemein und gehen Kormorane.
Wenn die Kormorane nur zeitweise (Spätherbst bis Frühjahr) bei euch aufschlagen, könnte man um diese Zeit Schnüre über die Gewässer spannen um die am Landen zu hindern.
Mehr Totholz und Strukturen sind aber auch eine gute Idee.
Entnahmefenster bringt uns nicht viel. Von den Schleien und Zandern wurde nicht ein einziger entnommen.
Hast du Erfahrungen was man gut als Struktur einbringen kann? Totholz ist bei uns immer eine riesige Diskussion. Vor allem die älteren Mitglieder stört das beim Angeln.
Rohre mit max 120mm Durchmesser und mindestens 2m Länge sind ein guter Schutz für kleine Fische.
Das größte Problem beim Kormoran ist, was aber gleichzeitig sehr beeindruckt beim zusehen, seine Fähigkeiten unter Wasser. Er kann lange tauchen, rückwärts schwimmen, Kopf über stehen und sogar Steine umstapeln.
So Land hilft es, sie vom Nest zu scheuchen und mehrere Stunden fern zu halten, das die Eier kalt werden.
In Schweden hat man kleine raubtiere wie Marder ausgesetzt, die die gelege plündern, aber das geht hier natürlich nicht.
Es ist keine natürlich wirksame Methode gegen Kormorane bekannt außer aktives permanentes Vergraulen
@KevinHtzl
Was Carpytän sagt ist schon eine gute Idee.
Der Besatz von großen Fischen kann euch auch helfen ( in Kombination mit Entnahmefenstern), denn in üblichen Karpfenteichen werden pro ha 1-2 Zanderpärchen besetzt und das reicht für ein gutes aufkommen von Jungzandern.
Meint ihr wirklich, dass 1-2 Kormorane euren Vereinsteich komplett leer gemacht haben? Kann ich mir irgendwie nicht vorstellen. Besatz ist erwiesenermaßen nicht das Mittel, um nen gesunden Fischbestand aufzubauen. Die Besatzfische brauchen einfach zu lang, um sich an die Gegebenheiten anzupassen und sind so leichte Beute für Prädatoren. Oder sie finden die falschen Gegebenheiten vor und packen es einfach nicht. Trotzdem sollte man vielleicht auf Entnahmefenster setzen oder z.B. Schleien und Zander komplett schützen, bis sich ein entsprechender Bestand aufgebaut hat.
"Hast du Erfahrungen was man gut als Struktur einbringen kann? Totholz ist bei uns immer eine riesige Diskussion. Vor allem die älteren Mitglieder stört das beim Angeln."
Wenn keine Fische mehr drin sind, brauchen sie auch nicht mehr meckern, denn dann gibt's keine Fische mehr in Gewässer.
An meinem Hausgewässer gab/gibt es ein ähnliches Problem. Es wurden im Uferbereich immer wieder Büschel aus Ästen (ca 2x2m) bis über OK Wasser geschichtet und Seerosen gepflanzt. Das hat enorm viel gebracht, da die Fische quasi von Deckung zu Deckung schwimmen können.
@housemeister der Teich ist nur 0,3ha groß. Wenn zb von 100 Schleien jeden Tag 1-2 gefangen werden, ist der Bestand ruck zuck weg. Ich konnte es mir auch nicht vorstellen, bis wir dann beim Ablassen gesehen haben was noch übrig ist.
Ich bin auch kein Fan davon ständig Fisch zu besetzen und habe lieber einen natürlichen bestand. Aber wenn nicht im Teich drin ist muss man ja etwas besetzen.
@ToTi das stimmt natürlich. Allerdings werden 2x im Jahr Forellen besetzt, das reicht denen dann.
Das mit den Büscheln klingt gut. Ich überlege noch wie man sowas dann messbar machen kann. Dann könnte ich zb argumentieren, dass durch 3 Büschel X Prozent weniger an den Kormoran geht und das dann erweitern. Bei uns war es Zufall dass wir letztes Jahr die beiden Teichen abgelassen haben. Vielleicht lohnt es sich eine Wildkamera aufzustellen und genauer zu sehen was der Kormoran macht.
Aus der Erfahrung heraus kommen die schwarzen Ritter leider so lange, bis in solchen kleinen Teichen nix mehr drin ist - das mit der Kamera halte ich für ne gute Idee - vielleicht habt ihr noch andere Fischräuber
Wenn schießen nicht geht hilft nur vergraben. Menschen am Wasser zu unterschiedlichen Zeiten. Gegen Vogelscheuchen oder Starenschreck werden die schnell immun
@Andreas
Vergraben ist tatsächlich das Einzige was hilft.🤫
🙂😃😄😁😆😅 er meint doch vergrämen...verscheuchen...und wenn nix geht - dann vergraben.
Unsere Stadt-Kormorane haben zT jede Scheu verloren. Die wissen, dass nicht geschossen wird, und gerade an der Außenalster, der meistbesuchten Joggingstrecke Europas, sind die so an Menschen gewöhnt, dass sie sich selbst auf kurze Distanz nicht stören lassen...
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