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AndreH83

Hallo zusammen und ein gesundes neues Jahr erstmal. Ich bin blutiger Anfänger (habe seit Mitte Dezember 2025 den Fischereischein) und bitte euch um eine Einschätzung. Ich interessiere mir sehr für das Feedern und stelle mir gerade eine Rute zusammen. Ist denke ich eine vielseitige Angelei und anfängerfreundlich. Ich bin mir allerdings bezüglich des Wurfgewichtes und der Abstimmung insgesamt noch unsicher. Die Forensuche hat mir jetzt nicht wirklich geholfen. Folgende Anforderungen sollten erfüllt sein, wobei die Rute damit gefühlt zur eierlegenden Wollmilchsau wird...

Stillgewässer und kleiner Fluss mit leichter bis mittlerer Strömung, mehr als 50 m muss ich wahrscheinlich nicht raus.

Sensibel genug für kleinere Weißfische, aber auch ausreichend Rückgrat, wenn mal ein Karpfen einsteigt. Die Rute sollte mir meine anfänglichen Unzulänglichkeiten nicht direkt übel nehmen. Zudem würde ich gern auf Raubfisch damit (Zander, Aal,...) gehen (Blei + Köfi).

Ich habe das Gefühl in der Range 80...120 g WG gut aufgehoben zu sein (Tendenz zu 120 g). Fische ich da noch zu leicht, oder schon zu schwer? Ich würde eine monofile Schnur (0,25...0,30) und eine fürs Feedern geeignete Rolle (4000er...5000er) mit eher niedriger Übersetzung (ca. 5:1) und Halteclip(s) einsetzen, einfach weil ich nicht weit auswerfen muss und lieber die gute Kraftübertragung beim Einholen haben will. Geflochtene + Schlagschnur sehe ich momentan nicht.

Bin ich damit auf dem Holzweg, oder auf der richtigen Spur? Da ich bei Null anfange und noch weitere Dinge im Warenkorb liegen sind 3 Feederruten für alle Anwendungsbereiche aktuell nicht drin. Kommt dann mit der Zeit.

Ich danke euch!

vor 2 Monate
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Godspeed

Bis jetzt hast du dich echt gut informiert und soweit hat alles Hand und Fuß.

Eine Feederrute mit 3.30m und 100g WG ist Allround so ziemlich am geeignetesten, dazu eine 5000-6000er Rolle (je nach Hersteller) und 0.30mm Mono und du bist gut aufgestellt.


Feederrute kommen immer mit mehreren Wechselspitzen, daher brauchst du dir um die Feinfühligkeit keine Sorgen zu machen, da du im Zweifelsfall einfach die Spitze auf eine weichere/härtere wechseln kannst.

Das Wurfgewicht bei Feederruten kann man zudem eigentlich ziemlich gut überschreiten, ich benutze bei meiner 100g Rute regelmäßig 100g Körbe +Futter und Montage und das geht super (bis jetzt bei jeder Feederrute gemacht).

vor 2 Monate
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Volgapikeperch

Wenn du nicht weit wirfst, kannst du doch ohne Clip angeln und einfach üben, genau zu werfen.....

Zweiter Punkt: Was spricht gegen Braid + Schlagschnur? Der Knoten, der Preis der Schnur oder...?

vor 2 Monate
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AndreH83

@Godspeed, danke fürs drüber schauen. Beruhigt ungemein, dass ich nicht ganz daneben liege. Doch so ne große Rolle?

@Volgapikeperch, Ich erkenne den Vorteil der Braid nicht, lass mich aber gern aufschlauen. Ich habe dann viel teure Schnur auf der Rolle, die ich nicht brauche (klar, man kann unterfüttern). Die Bisserkennung funktioniert bei der Wurfweite doch auch mit einer Mono gut, oder? Die Mono nimmt ggf. etwas Kraft auf. Kann einen Noob wie mich vielleicht retten. Die Mono ist nicht ganz so empfindlich. Mit einer Braid ist alles vermutlich viel direkter. Würdest du mir eher zu einer Braid raten?

vor 2 Monate
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Godspeed

Geht auch, aber gerade bei kleinen bzw. dünndrähtigen Haken und Vorfächern mit niedriger Tragkraft ist man um jedes bisschen mehr Puffer froh, Geflecht würde ich erst für weite Distanzen in Kombination mit Schlagschnüren verwenden.

vor 2 Monate
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Godspeed

@AndreH83
Beim Einholen, ist eine größere Rolle auf Dauer praktischer und bei größeren Fischen auch angenehmer.
Aber ist die eigentliche Hauptsache, dass du genug Schnur drauf bekommst, der Rest ist viel Geschmackssache.

Die Bisserkennung ist bei Mono auf den genannten Distanzen auch gut.

vor 2 Monate
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Volgapikeperch

Ich finde Geflochtene mit langer Schlagschnur nun mal einfach angenehmer zu angeln.

Und ein Angeln im Nahbereich (bis 25 m), wo du dann wirklich fein mit dünner Mono angelst, würde eh ein ganz anderes/viel leichteres Setup verlangen.

Aber du kannst das auch genauso angeln wie von dir beschrieben, du hast dich gut informiert 👍. Dann hast du auch gleich ein Setup für Aal im Sommer.

vor 2 Monate
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Jens der Ruheständler

Im Winter sowie so nur Monofiele Schnur, ansonsten wie du es beschrieben hast ist das okay.👍

vor 2 Monate
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AndreH83

Super, ich danke euch. Das hilft ungemein.

vor 2 Monate
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Carpytän

Lieber zu schwer als zu leicht, maximale Flexibilität erreichst du mit ner heavy feeder , ich persönlich würde mir eine kaufen, die sich im 150-180G Wg Bereich bewegt, damit bist du für alles gerüstet. Die Alternative wäre ne aalpicker , die ist auch feinfühlig genug, hat aber ordentlich Rückgrat

vor 2 Monate
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Volgapikeperch

Nur zur Abrundung: "Braid nicht im Winter" meint hier "Braid nicht bei Frost", ansonsten natürlich völlig okay

vor 2 Monate
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Carpytän

oder braid mit beschichtung 😊 aber ja, mono ist im Winter besser. Um das umspulen zu umgehen , entweder mit wechselspule (winter=kunststoffspule) arbeiten oder ganzjährig ne feedermono nutzen, die hat weniger Dehnung, was besser für die bisserkennung ist

vor 2 Monate
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Housemeister

Nicht von Carpy, dem alten Grobmotoriker, verwirren lassen. Mit 80-100g bist du an langsamen Flüssen bestens aufgehoben. Frag am besten mal in nem Angelladen nach oder sprich nen Ansitzangler an, mit wieviel Gramm die an deinem Fluss auskommen. Dann kannst du dich danach richten.

vor 2 Monate
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Grimi

Hallo, also in bin mit einer fast 30 Jahre alten Daiwa Feeder, 30 - 80 g WG , 270 cm unterwegs, fische ausschließlich ne monofile 0.25 er mit je nach Hersteller ca 4,5 Tragkraft und hab damit richtig dicke Fische gefangen, wichtig ist tatsächlich die Aktion der Rute, für mich mittelqeich und eine gute Rolle mit weich einstellbarer Bremse, dann klappt es auch mit dünneren Schnüren 😊

vor 2 Monate
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AndreH83

Carpy, danke für deine Antwort. Ich denke aber wie Housemeister. 150-180 g sind wahrscheinlich zu schwer. Ich habe Mitte Januar die erste Sitzung im Verein und da quetsche ich die Kollegen aus😁 Man will immer auf der sicheren Seite sein und fischt dann tendenziell zu schwer. So geht's mir zumindest. Ich hatte das Gefuhl, dass die 120 g schon overpowered sind. Grimi bestätigt das im Grunde. Ich geh mal mit den 100 g ins Rennen.

Futterkörbe würde man bis max. 50 g verwenden? Mit Futter ist man sicherlich bei knapp 100 g. Ich würde mal mit zwei Größen starten (also noch nen deutlich leichteren dazu nehmen).

vor 2 Monate
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ToTi

Als erstes Mal ein riesen Lob an den Ersteller. Endlich mal jemand der sich mit der Materie vorher schon befasst und uns alle Informationen zu kommen lässt, die wir benötigen.👍
Heavy feeder an einem kleinen Fluss finde ich grenzwertig. Medium Feeder reicht komplett. Der einzige Grund wieso ich eine Heavy-Feeder an einem kleinen Fluss angel ist, dass ich nachts gerne mit Köderfischen auf Zander gehe und ich dort wo ich angel auf alle Fälle mit Welsen rechnen muss. Jeder 2-3 Biss ist ein Wels und da will und brauche ich schon etwas stabileres Gerät . Tagsüber, mit Futterkorb reicht mir eine Medium-Feeder. Ich angle grundsätzlich immer mit einer geflochten Schnur, auch auf kurze Distanzen, da mir die Bisserkennung wichtig ist und ich zu faul bin jedesmal das Setup zu ändern .😂Dabei habe ich aber immer mind. eine Rutenlänge eine monofile Schlagschnur vorgeschalteten. Im Winter selbstverständlich dann komplett nur eine Mono-Schnur.
Zur Rolle würde ich dir eine Rolle mit einem Schnureinzug von mind 80cm/Kurbelumdrehung raten. Du musst beim anfüttern schnell deine Körbe ins Wasser bekommen und wenn du über Hindernisse wie Kraut hinweg angelst, die Körbe schnell an die Oberfläche kommen. Die Daiwa TD Feeder 4012 qd bekommt man mittlerweile für rund 99€ und das ist eine verdammt gute Rolle. Sehr stabile Achse und eine feine Bremse. Wichtig wenn du doch mal was stärkeres an der Rute hast.

vor 2 Monate
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Carpytän

@andre , nicht von mir verwirren lassen, ich meinte nicht 150 bis 180 , sondern bis 150 oder auch bis 180 gramm , das bedeutet nicht, das du damit keine 50g Körbe fischen kannst, sondern vielmehr, dass du dich nicht selbst nach oben hin beschneidest.

etwas mehr Reserve haben ist besser, als am Limit zu fischen.

Du hast ja nach ner breiten Anwendung gefragt und so deckst du alles ab.

Ist natürlich kein Muss, aber drüber nachdenken würde ich schon ausgiebig

vor 2 Monate
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Volgapikeperch

Diese Empfehlung kann ich teilen. Ich verstehe auch nicht, warum die Leute immer Coladosen werfen möchten 😀.

vor 2 Monate
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AndreH83

@Carpy, OK verstanden. Die 150 g liegen ja auch in dem anvisierten Bereich. Wenn ich jetzt gar nicht klar komme, kommt später noch eine schwerere Rute dazu. Wenn ich jetzt noch höher gehe, ist die Rute nicht mehr medium, aber auch noch nicht heavy befürchte ich (so halb schwanger😅).

@ToTi, danke zum konkreten Hinweis zur Rolle. Hab sie mal angeschaut im Netz. Sieht stimmig aus von den Eigenschaften her. Ich muss im Januar mal in einen Angelladen und was in die Hand nehmen🤗

vor 2 Monate
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Saalefischer

ich kann Carpys letztem Hinweis nur zustimmen. Die unterschiedlichen Spitzen lassen dir Spielraum, um auf Strömungsgeschwindigkeit oder Wurfgewicht reagieren zu können. Aber Luft nach oben ist besser als Schnappatmung.

vor 2 Monate
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