Eigentlich gute Stelle aber keinen Biss, was würdet ihr tun?
Moin,
Ich war angeln auf Raubfisch (Hecht/Barsch), an einer Stelle die eigentlich ziemlich gut sein sollte.
Eine Verbindung zu einem Altarm, stilles Wasser auf der linken, rechts eine Fluss der schön langfliesst und an dem Übergangsbereich schöne Verwirblungen, an dem anderem Ufer schön Bäume, Holz im Wasser, Wasserpflanzen, Seerosenbtter direkt vor euren Füßen, immer mal wieder genau an der Stelle geraubt und zu den Abend Stunden wo die Sonne gerade tief steht und untergeht.
Ich hatte dann vieles Versucht, Chatterbait, Crankbait, Spinnerbait, Gummifisch (groß klein) und nicht mal ein Biss, hab versucht die Einholgeschwindigkeit zu variieren und das Muster, hatte in den Altarm geworfen, den Strom hoch geschmissen wo Struktur ist aber nicht mal einen Biss.
Ich hatte überlegt Dropshot Rig zu versuchen mit einem Flusskrebsgummi aber hatte es sein gelassen.
Was hättet ihr gemacht?
Hättet ihr auf Friedfisch gewechselt, weil es immer mal wieder gegründelt hat vor euch?
Trotz der Aktivität der Fische am anderen Ufer der Spot gewechselt?
Oder vielleicht was komplett anderes, wie Wurm auf Grund.
(Bin Anfänger und würde mich daher über Tipps freuen)
PS: Es handelt sich bei dem Fluss um die Lippe für die die es interessiert.
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tja, das ist angeln. Manchmal ist es wie verhext, man hat den perfekten spot, das perfekte Wetter, alles ist (augenscheinlich) perfekt und nichts passiert. Ich hätte wahrscheinlich noch auf einen einfachen Blinker oder Spinner gesetzt und wenn das nicht geklappt hätte, wäre ich mit der Erkenntnis nach Hause gefahren: heute hat es nicht geklappt, dafür aber vielleicht morgen.
Dann kann man natürlich noch seine Angeltechnik Durchdenken, war ich zu langsam, war ich zu schnell, zu tief, zu hoch?! Weiter versuchen und dann herausfinden, was an diesem Spot wann und wie funktioniert. Das kann ewig dauern, aber einfach dran bleiben.
Wenn an der Lippe schon erlaubt, hätte ich wahrscheinlich auch noch mal Köfi versucht.
Ob der Spot gerade perfekt ist, entscheidet halt letztlich der Fisch. 🤷
Beim Raubfischangeln hilft meist am besten Strecke zu machen.
Vielen Dank für Tipps, das mit Köfi werde ich nochmal nachschauen, wie präsentiert man am besten so einen Köfi?
An der Pose oder auf Grund. Je nach Bedingung vor Ort
Das Problem am Strecke machen ist, dass es nichts nützt wenn in den Gewässer ein bestimmtes Beißfenster herrscht. Dann wirst du viel laufen ohne einen Biss.
Also ich persönlich fische lange an einem Spot. Geduld zahlt sich meist aus. Fische bewegen sich ja bekanntlich. Ab und zu wechsel ich den Spot, falls ich über Stunden keinen einzigen Biss habe. Deutlich relevanter ist jedoch die Tageszeit, die Jahreszeit und das Wetter. Je nach Temperatur, Jahres- und Tageszeit verändert sich die Wassertiefe, in denen die Fische stehen. Ebenso die Position. Ist es beispielsweise heiß, stehen viele Fische bevorzugt tiefer im Wasser und an Wasserzuläufen, ist es frisch und windig, kann es sich gegenteilig verhalten. Je nach Zielfisch lohnt es sich, verschiedene Tiefen "abzusuchen". Dafür eignen sich Blinker gut, ebenso Gummifische. Mit Ködern, die schwimmen, kannst du natürlich ausschließlich die Oberfläche absuchen. Das Gewicht des Köders beeinflusst außerdem deine Wurfweite. Richte dich nach der Wurfweite, die auf deiner Angel angegeben ist, so kannst du die maximale Wurfweite aus der Rute herauskitzeln. Gerade bei Hecht kann sich eine höhere Wurfweite wirklich lohnen. Ansonsten noch ein paar kleine Tipps: Die Dämmerungszeit (früh morgens/ spät abends) ist meistens am Bissreichsten. Auf Hechte und Zander kannst du auch nachts gehen. Sie sehen oft hervorragend bei Dunkelheit. Barsche hingegen sind reine Augenjäger, sie jagen ausschließlich bei Lichteinfall. Hechte jagen gern alleine, während Barsche und Zander gerne gemeinsam oder in Schulen jagen. Sprich: Wo ein Barsch beißt, stehen oft weitere, beim Zander ist das ähnlich. Und als letzter Tipp: Orientiere dich bei deinen Würfen an Gewässerstrukturen. Abrisskanten, Sandbänke, Spurrinnen in einem Kanal. Diese Strukturen fungieren oft als "Schnellstraße" für diverse Fischarten. Pflanzen werden gerne als Versteckmöglichkeiten genutzt, um Beute aufzulauern, sind jedoch auch Gefahr für einen Hänger.
Viel Spaß beim Ausprobieren und Petri Heil :)
PS: Köderführung und Einholgeschwindigkeit richten sich ebenfalls nach den oben genannten Faktoren. Ködergröße und Köderart richten sich nach den Zielfischen. Auf Blinker z.B. kann dir fast alles gehen, es gibt aber auch spezielle Köder für einzelne Fischarten.
Mal beißen die Fische einfach nicht, und am nächsten Tag folgt ein Biss dicht dem anderen. Das sind natürlich Faktoren, die du nicht beeinflussen kannst. Wann die Fische hungrig sind und wann eher träge und faul. Also wenn mal nichts geht - Nicht verzagen, morgen sieht es vielleicht schon wieder ganz anders aus.
Ergänzung zu Bloomi: Du kannst den Köfi auch am Drachkovitch fischen (macht kaum einer mehr, geht aber immer noch gut) oder am Dropshot.
@Dreizehn vielen Dank für die ausführliche Antwort, werde ich alles beim nächsten Mal versuchen zu berücksichtigen und das man auf Hecht auch im Dunkeln gehen kann wusste ich nicht, das ist definitiv eine sehr wichtige Info gewesen, Petri Dank
Und generell auch an alle anderen danke für die ganzen Tipps und möge bei euch allen die dicksten Fische an den Hacken kommen, Petri an die Runde🔥
Update: zweites Mal gegangen, diesmal zusätzlich mit Wurm auf Grund, wieder tote Hose
Momentan ist es aber auch sehr schwer.
Liegt natürlich auch stark am Wetter. Letzte Woche noch kalt und nass heute so. Letzte Woche war der Luftdruck teilweise knapp über 1000 und diese Woche fast bis 1030.
Die Schwankungen sind gerade bei Raubfischen nicht besonders vorteilhaft.
Was hat der Luftdruck für eine Auswirkung auf die Fische?
Der Luftdruck kann schon sehr entscheidend sein (gewässerabhändig).
Der Luftdruck sollte möglichst konstant bleiben. Am besten zwischen 1010 und 1020 hPa. Eine leichte Steigung, also weniger hPa über mehrere Stunden KANN eine Beisphase auslösen. In Ahlen haben wir z.b 1028hPa aktuell. Die Aktuelle Temperatur, kaum Wind und d keine Wolken. Heute würde ich nicht losgehen, oder wenn überhaupt erst sehr spät🖖
Liebe Grüße
Zander und Barsch reagieren mit am stärksten auf solche Bedingungen, Karpfen und friedfische verpacken das besser.
@skankhunt42 das liegt sicherlich an der Form der Schwimmblase. Die ist bei Barschen ja einkammerig und nicht mit dem Darm verbunden. Was sie ja generell deutlich anfälliger für Druck und Barotrauma macht. Ist für mich auf jeden Fall auch nochmal eine Interessante Info :) wird notiert.
@julek28405 Muss oben nochmal einen Flüchtigkeitsfehler korrigieren. Gemeint war natürlich das angegebene Wurfgewicht auf der Rute, dass du nicht zu sehr über- oder unterschreiten solltest, um die optimale Wurfweite zu erzielen.
Was ich sonst noch vorschlagen würde: Variiere auch mal etwas die Köderfarbe! Im Frühjahr sind die Fische oft noch träge und gehen eher auf Schockfarben. Aktuell gehen sie bei mir überwiegend auf naturnahe Farben. Habe Erfolge erzielt mit bläulichen, schimmernden kleinen Gummifischen mit Jigkopf. Probier mal, den Köder nach dem Auswurf etwas absinken zu lassen und dann jigge ihn etwas mit der Rute.
Oft ist die "Faulenzer Methode" auch erfolgreich. Kleines Stück einholen, wieder absinken lassen. Gerade die Momente, wo du den Köder absinken lässt, sind oft der Zeitpunkt, wo Fische zubeißen. Ab und zu immer mal leicht jiggen in verschiedenen Tiefen. Die Köderpräsentation muss man einfach mit der Zeit üben. Ziel ist es ja, einen verletzten Fisch zu simulieren, der ein Problem hat und somit leichte Beute ist. Falls du noch keine hast, kannst du auch mal nach einer polarisierten Sonnenbrille schauen, die dir gefällt. Damit kannst du Aktivitäten von Fischen besser sehen und deine Würfe etwas gezielter platzieren.
Umso tiefer der Fisch steht, desto weniger Einfluss (wenn es überhaupt einen gibt) hat der Luftdruck auf den Fisch. Im Fluss gibt's viele andere Einflussfaktoren (Temperatur, Trübung ,Durchfluss) mit größerer Auswirkung auf den Fisch.
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