Frustration Zander
Moin, Leute!
langsam aber sicher ist meine Frustrationsschwelle so hoch, dass ich die Existenz von Zandern anzweifle.
Seit letztem August versuche ich, einen Zander ans Band zu bekommen, aber ich habe weder Kontakte noch Bisse. Ich fische hauptsächlich in den Kanälen von NRW und bin sowohl in der Morgendämmerung als auch in der Abenddämmerung und nachts mit 8–10 cm langen Keitech Easy Shiner mit 5–10 g Gewicht und einer Absinkphase von 1–3 Sekunden unterwegs. Dabei befische ich alle Strukturen (Brückenschatten, Steinpackung, Übergang von Steinpackung zu Spundwand, Schleusen, Dalben usw.) mit einer A-Tec Aori Stick Medium oder einer A-Tec Zander Game, jeweils mit geflochtener Schnur und Fluorocarbon-Vorfach. Ich laufe auch öfter vertikal die Spundwände mit einem 18 g schweren Jigkopf und einem 10 cm langen Keitech Easy Shiner ab und habe so schon mehrere Barsche über 40 cm gefangen. Nachts bin ich mit dem Wobbler unterwegs, den ich parallel zur Steinpackung auswerfe und ganz langsam einhole. Kurz bevor ich den Köder heraushebe, lasse ich ihn kurz vor den Füßen stehen, da oft noch Bisse kurz davor kommen. Fehlanzeige! Bisher funktioniert von den ganzen Tipps der Profis nichts. Ich habe mir auch bereits zwei Zanderbücher von Jörg Strehlow und Birger Domeyer angeschafft, diese mustergültig durchgearbeitet und alles mustergültig am Wasser angewendet. An meiner Motivation oder der Zeit, die ich am Wasser verbringe, kann es meiner Meinung nach auch nicht liegen, da ich, wenn ich unterwegs bin, mindestens sechs bis zehn Stunden am Wasser bin.
Trotz der musterhaften Anwendung aller Vorgehensweisen und Tipps der Profis funktioniert es nicht. Also muss ja irgendetwas falsch laufen. Falsche Gewässerwahl etc.?
Oder ist der Zander ein Fisch, den man nur mit 1000 Würfen fangen kann, sodass man auf viele Stunden Angelzeit nur ganz selten einen Fisch fängt?
Ich weiß mittlerweile nicht mehr weiter und würde mich über jegliches Feedback oder Hilfestellungen freuen.
Es ist nun mal die denkbar schlechteste Zeit, mit dem Zanderangeln anzufangen. Du wirst nicht umhinkommen, die Locals bei Dir vor Ort zu befragen, ob und wann/wie sie Zander fangen (zum wo wird hoffentlich keiner was sagen). Das ist viel aussagekräftiger, als mustergültig durchgeackerte Lehrbücher.
Seltsamerweise sagt zu der Zeit auch jeder was anderes. Der eine sagt der Juni ist die beste Zeit, um Zander zu fangen und der nächste sagt es ist die denkbar schlechteste Zeit, weil der Herbst die beste Zeit ist. Also einig ist man sich in der Thematik auch nicht.
Hier im Forum wird ja hauptsächlich in den Nachtstunden mit KöFi oder Gummi/Wobbler gefangen. Locals habe ich leider nicht.
Wie, du "hast" keine Locals? Steht da keiner am Wasser? "Moin" sagen, freundlich unterhalten, ins Gespräch kommen...
Viele Friedfischangler und nur vereinzelt Raubfischangler. Bin aber auch nicht immer an den gleichen Spots, sondern suche mir auch immer neue vielversprechende neue Stellen. Mit Freitag und Samstag zusammen 21.000 Schritte gemacht und nur einen kleinen Barsch gefangen…
Aktuell ist es mit den zettis schwierig… Aber würde dir empfehlen mit den Gummigrößen zu variieren. Falls es nicht unbedingt beim spinnen passieren soll würde ich auch mal einen fischfetzen über Nacht drinne lassen.
Viel Glück
Verschiedene Gummigrößen habe ich alles schon probiert von 5 cm bis 14 cm war alles dabei. Bewege mich hauptsächlich aber bei 8-10 cm. Bin echt am überlegen ein Zanderguiding zu buchen, damit ich endlich von diesem Albtraum erlöst werde. Bin mir eigentlich zu 95% sicher, dass es an meinem Gewässer/Angelstellen liegt.
Herbst/ Winter vor der Schonzeit ist der beste Zeitraum. Du fängst auch sicherlich zu anderen Zeiten - abhängig vom Gewässer und der Temperatur und der Tide und dem Sauerstoffgehalt und der Trübung des Wassers.
du bist nicht allein ich fange die auch nicht und das ist eigentlich in Deutschen gewässern mein Traumfisch. Würden aber von den Leuten mit denen ich unterwegs war bestimmt schon 20 Zander gefangen aber ich kriege sie nicht.
Tide spielt bei den Kanälen in NRW keine Rolle meiner Meinung nach. Was Trübung und Sauerstoffgehalt angeht, gehe ich mit. Grundsätzlich sollte es ja nach den ganzen heißen Tagen so sein, dass weniger Sauerstoff im Wasser ist und die Fische sich in sauerstoffreichere Stellen begeben. Also viel Strömung/Durchmischung des Wassers. Grundsätzlich bedeutet das in den Kanälen, dass die Fische an den Stellen anzutreffen sind, wo viel Schiffsverkehr oder an den Schleusen sein müssten. An den Schleusen ist das Angeln leider überall verboten und die Stellen wo viel Schifffahrt ist sind gefühlt überall und nirgendwo.
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